Brauerei Flügge – von Vogelillustrationen und wilden Hefen

[Werbung|Markennennung] Eine kleine Brauerei aus Frankfurt, die gerade so richtig durchstartet. Absolut zu Recht, wie ich finde. Die Biere – meist jenseits des Reinheitsgebotes – sind der absolute Knaller und die Jungs dahinter mega sympathisch.

Vor ein paar Tagen hatte ich das Vergnügen und durfte Dominik in seiner kleinen aber wirklich feinen Brauerei besuchen. Etwas versteckt ist der Eingang im Hinterhof. Nur ein kleines Banner prangt darüber und deutet darauf hin, dass hier Bier gebraut wird.
Eigentlich wollte ich nur etwas Kveik ergattern, aber kaum war ich durch das kleine Anlieferrolltor getreten, fing Dominik schon an mir die Brauerei zu zeigen. Ich war erstaunt, wie groß die Räumlichkeiten doch sind, da es von außen kleiner wirkt.

Was Kveik ist, erfahrt ihr übrigens in einem meiner nächsten Beiträge😉

Die Brauanlage wurde gerade gereinigt und Dominik erzählte mir, dass er die Brauerei noch alleine betreibt, aber hinter dem Projekt im Prinzip drei Leute stecken.

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„Fränk“, „Käte“, „Anni“…

Bei Flügge steht eine Bierzutat besonders im Fokus: die Hefe! Wild und fruchtig geht es bei Flügge zu! Dominik tobt sich hier so richtig aus. Es wird sehr viel mit Brettanomyces vergoren. Mit dieser Hefe entstehen abgefahrene Aromen, die mit „herkömmlicher“ Bierhefe nicht erzeugt werden können. Die „etwas anderen Biere“ begeistern einfach mit ihrer unkonventionellen Art und heben sich gegenüber vielen, gerade gehypten, stark gehopften Bieren erheblich ab. Trotzdem, oder genau deshalb ist zur Zeit fast alles ausverkauft! Zudem sind die Flaschen liebevoll gestaltet. Jedes Bierchen ziert eine farbenfrohe Vogelillustration.

Besonders spannend finde ich, dass auch viel mit der norwegischen Kveik(-Hefe) gearbeitet wird. Auch hier enstehen bei extrem hohen Gärtemperaturen z.B. Aromen von Orangenlikör oder Kräutern. So wird z.B. auch das Pale Ale Anni mit dieser Hefe vergoren.

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Auch das Käte ist der absolute Kracher: Ein Imperial Stout  zu 100% mit Brettanomyces lambicus vergoren. Hier treffen dunkle Beeren, ein Hauch Kirschkuchen und etwas Animalisches auf dunkle Schokolade. 🤩

Mir hat es vor allem Fränk angetan.😋 Das Maracuja Sauer von Flügge paart eine extreme Fruchtigkeit mit einer wunderbar ausbalancierten Säure und lässt sogar nicht Sauerbier-Trinker mit den Ohren schlackern. Deshalb freue ich mich besonders auf den „großen Bruder“ eingebraut mit dunklen Beeren. Dieser befindet sich gerade in der Gärung und wird bald erhältlich sein.

Etwas Kveik hat Dominik mir dann noch abgezweigt, sodass bei mir auch schon das nächste Brau-Projekt gesichert ist. Dazu bald mehr!

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Kveik wird frisch abgefüllt

Mit einem der letzten gerade erhältlichen Flaschen Käte und abgefahrener Hefe im Gepäck, ging es wieder nach Hause. Danke Dominik für den coolen Einblick in eure Brauerei!

Ich freue mich jetzt schon auf die Craftbeermesse in Mainz Ende November. Dort kann man die Jungs treffen und noch viel wichtiger: Ihre Biere verkosten.

Zum Wohl!🍺

Paul

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